Über das Projekt

Beim Circular City Contest NRW entdecken Menschen jeden Alters, wie Kreislaufwirtschaft funktioniert. Ob Repair-Café, Kleidertauschbörse oder Recyclingstation: Jede Aktion macht sichtbar, wie aus Abfall wieder ein wertvoller Rohstoff werden kann. Und ganz nebenbei sammeln alle Punkte für ihre Stadt.

Hintergrund und Auszeichnung

Der Circular City Contest NRW entstand aus einer preisgekrönten Idee: Im Rahmen der creative.challenges 2023, dem Cross-Innovation-Format von creative.nrw, entwickelte ein interdisziplinäres Kreativ-Team ein Konzept für einen spielerischen Wettbewerb, der Mülltrennung und Abfallvermeidung in Städten und Quartieren erlebbar macht. Die Idee überzeugte die Jury und wurde von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, als beste Idee im Bereich Kreislaufwirtschaft ausgezeichnet.

Ziel und Vision

Der Circular City Contest NRW hat ein klares Ziel: Kreislaufwirtschaft soll im Alltag selbstverständlich werden. Gemeinsam gestalten lokale Akteur*innen aus Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft das „Spielbrett“ der zirkulären Stadt. Challenges wie Büchertausch, Lebensmittelrettung, Mülltrennung oder Reparatur machen spielerisch zirkuläres Handeln sichtbar und belohnbar. Dabei verbinden sich Wissen, Kreativität und digitale Lösungen zu einem starken Netzwerk. So wird Kreislaufwirtschaft nicht nur greifbar, sondern auch erlebbar und gemeinsam gestaltbar. Jede*r kann Teil dieses „Spiels“ werden und die eigene Stadt aktiv mitgestalten.

Modellkommune Dortmund

Dortmund wird zum Reallabor für die zirkuläre Stadt von morgen: von Juli 2025 bis Juni 2028 werden zielgruppenspezifische Challenges in den Themenfeldern Lebensmittel, Verpackungen, Textilien und Elektronik entwickelt. Diese Challenges werden in Dortmund mit vier Gruppen erprobt: Kindertagesstätten, Schulen, Mehrfamilienhäuser und lokal ansässige Unternehmen. Ziel der Pilotphase ist es, die Spielmechaniken im Alltag zu testen und weiterzuentwickeln. So entsteht die Grundlage dafür, den Contest ab 2029 in ganz Nordrhein-Westfalen auszurollen.

© die Urbanisten e. V.

Projektabschluss und Ausblick

Im April 2028 präsentiert eine Ausstellung die Ergebnisse der Erprobungsphase. Mit Mitteln des spekulativen Designs werden geschlossene Kreisläufe und individuelle Handlungsmöglichkeiten anschaulich gemacht. Die entwickelten Challenges fließen anschließend in den NRW-weiten Contest ein. Ab 2029 können dann alle Kommunen mitmachen! Von Köln über Düsseldorf bis Dortmund und Gelsenkirchen entsteht so ein dauerhaftes Netzwerk für Kreislaufwirtschaft zum Mitmachen, Weiterdenken und Verändern.

Träger*innen

Der Circular City Contest NRW wird von vier Organisationen im Konsortium gemeinsam getragen, die unterschiedliche Perspektiven einbringen: netz.NRW – Verbund für Ökologie und soziales Wirtschaften e.V. koordiniert die Zusammenarbeit, die Wirtschaftsförderung Dortmund verankert das Projekt in der Stadt und ihren Netzwerken, die Urbanisten e.V. gestalten die spielerischen Formate und Challenges und das Fraunhofer-Institut UMSICHT sorgt für die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung. Gemeinsam entwickelt das Konsortium das Konzept für eine zirkuläre Stadt, die alle mitgestalten können.

Logo netz.NRW
Logo Wirtschaftsförderung Stadt Dortmund
Logo die Urbanisten
Logo Frauenhofer Umsicht

Förderung

Das Projekt wird gefördert durch das EFRE/JTF-Programm CircularCities.NRW mit Unterstützung der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen.

Logokombination EFRE JTF Ministerim für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen